Die Fiktion der gleichgeschlechtlichen Ehe


Im Jahr 2011 wurde Bernard vor dem französischen Standesamt zu „Claire“. Er und seine Frau brachten dann 2016 ein Kind zur Welt. Am 16. September 2020 verweigerte das Kassationsgericht Claire den Status als "Mutter" des Kindes, was nun in Frankreich eine Debatte auslöst. "Die Republik anerkennt, dass Claire eine Frau ist", bemerkt ihr Anwalt Mahieu Stoclet, der eine "totale Inkonsequenz" anprangert. Im Gegensatz dazu ist die Juristin Anne-Marie Le Pourhiet der Auffassung, dass "der Umstand, einem Kind zwei Mütter zuzuweisen, wenn eine davon biologisch gesehen dessen Vater ist, die persönliche Geschichte des Kindes im Namen eines erwachsenen Wunschdenkens in eine Fiktion verwandelt".

Quelle: Echo Magazine, n°39, 24. September 2020

Mich meiner Mama berauben lassen???