Opferrolle oder Götzendienst?


Noch nie zuvor ist so viel über die Viktimisierung der LGBTQIA+-Gemeinschaft gesagt und geschrieben worden. Und doch ist diese Gemeinschaft bei genauerem Hinsehen weit davon entfernt, einsam und von allen verlassen zu sein. Im Gegenteil, sie profitiert von einer breiten politischen und medialen Unterstützung; sie wird von den größten internationalen und nationalen Unternehmen gesponsert. Es genügt, die Webseiten der Gay Prides durchzugehen, um das Ausmaß der wirtschaftlichen Unterstützung der Gemeinschaft zu sehen. Es gibt sogar ein Schweizer LGBTI-Label, das schwulenfreundliche Arbeitgeber belohnt.

Es ist hingegen ein mutiger Schritt, sich gegen die LGBTQIA+-Lobby zu stellen, denn Ausschreitungen und Sanktionen lassen nicht lange auf sich warten, wie wir es hier in der Schweiz vor kurzem wieder feststellen konnten.

In Wirklichkeit ist die LGBTQIA+-Bewegung perfekt in die «politische Korrektheit» integriert: Die Medien, die politische, wirtschaftliche und finanzielle Welt und die Bevölkerung stehen ihr überwiegend positiv gegenüber. Und trotzdem kann die LGBTQIA+-Bewegung auf die Viktimisierung nicht verzichten. Es ist ihr einziger modus operandi. Sie kann nur in der Opferrolle überleben. Deshalb wird die «Ehe für alle» den Durst der LGBTQIA+-Gemeinschaft nach Opferrolle nicht stillen. Sie hat auch nicht den Willen, sich damit zufrieden zu geben. Darin liegt auch der Grund, warum die Gemeinschaft im Laufe der Jahre ihr Akronym erweitert hat. Von LG ging es schrittweise zu LGBT, dann zu LGBTQ, dann zu LGBTQI, dann zu LGBTQIA und schließlich zu LGBTQIA+ über. In Kanada gibt es sogar das Akronym LGBTTIQQQ2SAA, das für die breitere Gemeinschaft steht.

Die Erweiterung des Akronyms offenbart den ausufernden Willen der Gemeinschaft, alle möglichen und vorstellbaren Situationen unter ihre Fittiche zu nehmen, um stets einen Opferanspruch geltend machen zu können.

Mich meiner Mama berauben lassen???